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Die neue Art des Unterrichtens: Distanzunterricht vs. Präsenzunterricht

Die neue Art des Unterrichtens: Distanzunterricht vs. Präsenzunterricht

Vor knapp einem Jahr war es noch nahezu unvorstellbar den alltäglichen Schulunterricht vom Kinderzimmer aus per Videokonferenz zu verfolgen, doch seit Frühling 2020 scheint alles möglich zu sein – dazu gehört auch der Distanzunterricht an Schulen. Die Meinungen über die gezwungenermaßen neue Unterrichtsmethode sind gespalten, deshalb haben wir einige unserer Lernstudio IQ Schüler nach ihrer Meinung gefragt befragt.

Die erste Frage an die Schüler lautete: „Welche Unterrichtsform bevorzugt ihr: Distanz oder Präsenz?“ Jeder der befragten Schüler zeigte eine deutliche Präferenz für den Präsenzunterricht aus diversen Gründen. Eine Schülerin sagte, dass die Lernatmosphäre in der Schule besser sei und man motivierter am Unterricht teilnimmt. Außerdem wurde erwähnt, dass es einfacher sei schnelle Fragen zu klären, da der Lehrer präsent ist und die Frage direkt beantworten kann. Zudem sieht man in der Schule seine Freunde und kann sich mit ihnen persönlich austauschen, was auch ein wichtiger Punkt für die Schüler ist.

Natürlich haben wir nun genauer nachgefragt und wollten wissen: Heißt das, dass ihr den Distanzunterricht schlecht findet? Ein Schüler antwortete darauf: „Nein, so würde ich das nicht sagen. Der Distanzunterricht ist für uns Schüler entspannter, da wir nicht so einen großen Druck verspüren, wie in der Schule.“ Des Weiteren wurde mehrfach erwähnt, dass der längere Schlaf ein deutlicher Pluspunkt für die Schüler sei, da die meisten bereits 2 Stunden vor Schulbeginn aufstehen müssen und nun der Wecker erst 5 Minuten vor Beginn klingeln müsse. Man erspare sich die Zeit zum fertig machen und startet ausgeschlafener in die Schulstunde beziehungsweise in den Tag.  Jedoch ist die Benotung ein großes Problem, was uns zu unserer nächsten Frage brachte:

„Gibt es Unterschiede in der Benotung seitdem ihr Distanzunterricht habt?“ Bei dieser Frage waren sich die Schüler einig und haben einstimmig mit „ja“ gestimmt. Grund dafür sei, dass sich durch den Onlineunterricht viel weniger Schüler melden würden, beziehungsweise das Melden nicht so wahrgenommen wird, wie beim Präsenzunterricht. Eine Schülerin sagte uns: „Die Lehrer können eigentlich nur unsere mündliche Mitarbeit benoten, da Hausaufgaben nicht benotet werden. Das Problem ist aber, dass es schwierig ist sich zu melden, da manchmal mehrere Schüler gleichzeitig anfangen zu reden. Man sieht dann nicht direkt wer alles etwas sagen wollte. Das ist ein sehr großer Nachteil.“ Weitergehend führte sie fort, dass die Qualität der Lehre teilweise auch unter dem Onlineunterricht leidet.

„Wie ist die Qualität der Lehre beim Online Unterricht?“ „Die Lehrer, die mündlichen Unterricht machen also mit einer Videokonferenz, sind bei mir persönlich nur 2 Lehrer und der Rest schickt uns lediglich Aufgaben zu. Manche Lehrer wollen diese gar nicht zurückbekommen, manche wollen es schon. Es gibt große Unterschiede“ sagte sie weiter. Andere Schüler berichteten uns, dass es schwierig sei, dem Unterricht stetig zu folgen, da oftmals die Internetverbindung abbricht. Jedoch gibt es auch positive Aspekte, da es meistens gut funktioniert, Inhalte die auf dem iPad geschrieben oder gezeichnet werden via Bildschirmübertragung zu illustrieren (falls ihr noch nicht unseren Blogpost zum Thema iPads in der Schule gelesen habt, klickt gerne hier).

Kommen wir zu unserer letzten Frage: „Wie würdet ihr Hybridunterricht, eine Kombination aus Distanz- und Präsenzunterricht, finden?“ Bei dieser Frage spalten sich die Meinungen der Schüler. Zum einen teilte uns eine Schülerin mit, dass sie eine Kombination verwirren würde und man sich lieber auf eine Unterrichtsform fokussieren solle. Zum anderen fanden einige Schüler, dass es durchaus möglich wäre, wenn verschiedene Fächerkombinationen beachtet werden. „Zum Beispiel könnte man Fächer, in denen man mehr diskutiert und viel redet, lieber präsent unterrichten und Fächer, die man auch gut online unterrichten kann, über eine Videokonferenz unterrichten.“ schlug ein Schüler vor.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass Schüler eher den Präsenzunterricht präferieren. Natürlich hat auch der Distanzunterricht seine Vorteile, jedoch gibt es noch einige Punkte, an denen man arbeiten kann. Hier ist aktives Arbeiten von beiden Seiten gefragt, von den Lehrenden als auch von den Schülern. Nur ein Zusammenspiel der beiden Parteien garantiert ein Ergebnis, mit dem alle weitestgehend zufrieden sein können.

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